Skip to content
TMS 2026 in:

Mehr als nur der NC: Studienplätze und Auswahlverfahren der Hochschulen Medizin clever nutzen

Auswahlverfahren der Hochschulen Medizin: Überblick zur AdH-Quote
Die AdH-Quote im Auswahlverfahren der Hochschulen Medizin: Kriterien und deine Chancen.
Medizinstudium 14 Min Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) ist die wichtigste Zulassungsquote – hier werden 60 % der Studienplätze für Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie vergeben.
  • Neben der Abiturnote zählen auch Eignungstests wie der TMS oder HAM-Nat, berufliche Qualifikationen und weitere Auswahlkriterien.
  • Die Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ) bietet Bewerber:innen mit schwächerem Abitur eine realistische Chance auf einen Medizinstudienplatz.
  • Deine Bewerbungen für Studiengänge laufen zentral über hochschulstart.de. Dort registrierst du dich, wählst deine Wunsch-Unis aus und legst die Reihenfolge fest
  • Jede Hochschule kann eigene Auswahlkriterien im AdH festlegen – ein Vergleich lohnt sich, um seine eigenen Chancen zu erhöhen.

Was ist das Auswahlverfahren der Hochschulen Medizin (AdH)?

Das AdH entscheidet über 60 % der Studienplätze in der Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie. Wer dieses Verfahren versteht, hat den entscheidenden Hebel in der Bewerbung in der Hand.

Im Gegensatz zur Abiturbestenquote (30 %), bei der allein die Durchschnittsnote zählt, und der Zusätzlichen Eignungsquote (ZEQ, 10 %), berücksichtigt das AdH ein weitere Kriterien. Dazu gehören:

KriteriumBeispiel bzw. Erläuterung
AbiturnoteGewichtung je nach Hochschule unterschiedlich
Eignungstestsz. B. TMS oder HAM-Nat (ab WS 2027: TMSnat)
Berufsausbildung & PraxiserfahrungPflegeberuf, FSJ, Rettungsdienst etc.
Weitere AuswahlkriterienMotivation, Auswahlgespräche, soziale Kompetenzen

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) vergibt 60 % aller Medizinstudienplätze.
  • Jede Uni legt eigene Kriterien fest: Abiturnote, TMS, Ausbildung, Gespräche.
  • Bewerbungsschluss WS 2026/27: 15. Juli 2026 (Neu-Abi) / 31. Mai 2026 (Alt-Abi).
  • Ein starkes TMS-Ergebnis kann einen Abischnitt von 1,7+ realistisch ausgleichen.
  • Wer die Auswahlregeln seiner Wunsch-Unis kennt, verbessert die Zulassungschancen deutlich.

Das Ziel des AdH ist es, mehr Flexibilität und Fairness in die Studienplatzvergabe zu bringen. Denn längst ist klar: Ein guter Notendurchschnitt allein macht aus einem Abiturienten noch keine gute Ärztin oder keinen guten Arzt. Vielmehr zählen auch persönliche Reife, Praxiserfahrung und Motivation für den Beruf.

Ein großer Vorteil des AdH ist, dass jede Hochschule selbst entscheidet, welche Kriterien sie wie stark gewichten. Für Bewerber:innen bedeutet das: Wer clever vergleicht und gezielt Unis auswählt, bei denen die eigenen Stärken besonders zählen, kann die Chancen auf einen Medizinstudienplatz deutlich verbessern – selbst mit einem Abitur jenseits der klassischen 1,0.

Die drei Hauptquoten im Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) im Überblick

Im deutschen Vergabeverfahren für medizinische Studiengänge werden die zur Verfügung stehenden Studienplätze in drei Hauptquoten aufgeteilt. Diese sogenannten Auswahlquoten sind rechtlich festgelegt und bilden den Rahmen für alle Bewerbungen über hochschulstart.de. Sie lauten:

1. Abiturbestenquote (30 %)

Hier zählt nur eines: die Abiturnote. Wer einen exzellenten NC mitbringt (in der Regel zwischen 1,0 und 1,1), hat gute Chancen, über diese Quote direkt einen Platz zu erhalten. Die Quote wird bundesweit nach Landesquoten vergeben, was bedeutet, dass Bewerber:innen nur mit ihrem Landes-NC konkurrieren, nicht deutschlandweit.

**Wichtig:**Hier gibt es keine Möglichkeit, mit TMS, HAM-Nat oder Berufserfahrung zu punkten. Die Note auf dem Zeugnis entscheidet alles. Für viele ist das keine Option – deshalb ist das AdH (und ggf. die ZEQ) umso wichtiger.

2. Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ, 10 %)

Die ZEQ eröffnet Bewerber:innen, die keine sehr gute Abinote haben, reale Chancen auf einen Platz an der Wunsch-Uni. Denn hier zählt das Abitur nicht, im Fokus stehen andere Stärken und Qualifikationen. Statt nach Notendurchschnitt werden Punkte vergeben für:

a) gute Leistungen im TMS oder HAM-Nat – je höher das Ergebnis, desto mehr Punkte
b) eine abgeschlossene medizinische Ausbildung – z. B. in der Pflege, als MTA oder Notfallsanitäter:in
c) soziale oder ehrenamtliche Tätigkeiten im Gesundheitswesen – etwa bei Rettungsdiensten, im Krankenhaus oder im Pflegeheim

Gut zu wissen: Jede Hochschule legt ihre ZEQ-Kriterien individuell fest – und die Unterschiede sind groß. An manchen Unis zählt ausschließlich der TMS (z. B. Bochum, Bonn, Köln), an anderen vor allem die Ausbildungserfahrung (Hannover), ein Interview (Heidelberg) oder HAM-Nat-Ergebnisse (Hamburg). Prüfe deshalb die Zulassungsordnung deiner Wunsch-Uni, bevor du deine Strategie planst. Wer das passende Profil für die richtige Uni mitbringt, hat trotz mäßigem Abi eine echte Chance.

3. Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH, 60 %)

Das Studierendenauswahlverfahren der Hochschulen ist der wichtigste Baustein für die Zulassung zum Medizinstudium. Über diese Quote werden rund 60 % aller Studienplätze vergeben. Es ist damit der größte und zugleich flexibelste Teil des Vergabeverfahrens, denn: Die Hochschulen haben hier besonders viele Freiheiten bei der Auswahl ihrer Bewerber:innen für ihr Studienangebot:

  • ob und wie stark die Abiturnote gewertet wird
  • welche Eignungstests (z. B. TMS oder HAM-Nat) anerkannt werden
  • ob Berufsausbildungen, FSJ oder andere praktische Erfahrungen berücksichtigt werden

Für viele Bewerber:innen ist das AdH der Schlüssel zur Zulassung, vor allem, wenn die Abiturnote nicht für die Abiturbestenquote reicht. Strategisches Bewerben beginnt damit, die Gewichtungen der Ziel-Unis zu kennen.

Studiengänge im Auswahlverfahren der Hochschulen – Wer ist betroffen?

Das AdH gilt für Humanmedizin genauso wie für Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie.

Zwar ist das Verfahren grundsätzlich einheitlich aufgebaut, doch die konkreten Anforderungen und Auswahlkriterien unterscheiden sich je nach Studiengang und Hochschule deutlich. Hier ein Überblick über die vier wichtigsten medizinischen Studiengänge im Auswahlverfahren:

Humanmedizin

Die klassische Medizinerausbildung ist mit Abstand der beliebteste und am stärksten nachgefragte Studiengang im Gesundheitsbereich. Der Numerus clausus (NC) liegt in den meisten Bundesländern zwischen 1,0 und 1,2. Entsprechend hoch sind die Anforderungen – doch gute Chancen haben auch Bewerber:innen, die durch eine geschickte AdH-Strategie, ein starkes TMS-Ergebnis oder Zusatzqualifikationen wie Berufserfahrung oder ein FSJ punkten können. Wer die Auswahlkriterien der Hochschulen genau analysiert, kann gezielt passende Unis auswählen und seine Zulassungschancen deutlich verbessern.

Zahnmedizin

Auch Zahnmedizin ist ein stark nachgefragter Studiengang mit hohem NC, aber mit etwas weniger Bewerbungen als Humanmedizin. Das AdH spielt auch hier eine zentrale Rolle, wobei viele Hochschulen besonderen Wert auf naturwissenschaftliche Vorkenntnisse und handwerkliches Geschick legen. Häufig kommen Tests wie der HAM-Nat oder spezielle praktische Eignungstests zum Einsatz. Wer den TMS rockt, kann sogar ohne Einser-Abi einen Platz bekommen.

Tiermedizin

Die Tiermedizin wird nur an wenigen Hochschulen angeboten und ist daher stark zulassungsbeschränkt. Die Nachfrage ist groß, die Zahl der Studienplätze begrenzt. Das AdH-Verfahren ist hier besonders wichtig, da viele Hochschulen eigene Auswahlmodelle mit individuellen Gewichtungen anwenden. Neben der Abiturnote und dem TMS fließen oft auch praktische Vorerfahrungen im Umgang mit Tieren ein – zum Beispiel durch Praktika oder ehrenamtliche Tätigkeiten in Tierkliniken. Wer sich gut vorbereitet und sich gezielt bewirbt, hat auch in diesem Bereich realistische Chancen auf eine Zulassung.

Pharmazie

Das Pharmazie-Studium läuft – wie Humanmedizin, Zahnmedizin und Tiermedizin – zentral über hochschulstart.de und unterliegt damit ebenfalls dem Auswahlverfahren mit AdH, ZEQ und Abiturbestenquote. Die konkreten Auswahlkriterien legt jede Hochschule selbst fest. Ein genauer Blick auf die Zulassungsordnung der Wunsch-Uni lohnt sich, da Tests, Praxiserfahrung und Abiturnote unterschiedlich gewichtet werden können.

Tipp: Wer sich für mehrere medizinische Studiengänge bewirbt, kann seine Chancen auf einen Studienplatz verbessern, wenn er die Reihenfolge im Bewerbungsportal genau priorisiert. Mehr dazu erfährst du weiter unten im Abschnitt zur Priorisierung.

Auswahlkriterien im AdH – So bewerten Hochschulen dich

Das AdH lebt davon, dass nicht alle Unis dieselben Kriterien anwenden. Manche Universitäten legen mehr Gewicht auf den TMS, andere bevorzugen die Abiturnote, wieder andere honorieren Berufsausbildungen oder FSJ. Hier ein Überblick über die wichtigsten Auswahlkriterien, die regelmäßig im AdH eine Rolle spielen:

KriteriumRolle im AuswahlverfahrenBesonderheiten & Tipps
1. Abiturnote & NotendurchschnittFast alle Hochschulen berücksichtigen die Abiturnote. Oft mit 30 % bis 70 % Gewichtung.Auch mit einem Schnitt von 1,4 und 1,9 sind Chancen realistisch, wenn andere Kriterien stark sind.
2. TMS, HAM-Nat & andere EignungstestsDiese Tests können die Abiturnote deutlich relativieren. Der TMS wird von vielen Hochschulen anerkannt, der HAM-Nat nur von wenigen – vor allem in Hamburg und Magdeburg. Hinweis: HAM-Nat wird ab WS 2028/29 durch den neuen TMSnat ersetzt.Teilnahme am TMS wird dringend empfohlen – hohe Punktzahlen (z. B. 110+ Punkte) verbessern die Gesamtwertung deutlich.
3. Berufsausbildung, FSJ & EhrenamtPraktische Erfahrungen im Gesundheitsbereich sind immer mehr anerkannt und sind ein wichtiges Auswahlkriterium bei vielen Hochschulen, teils in Kombination mit Tests oder Noten.Pflegeausbildung, FSJ oder langjährige ehrenamtliche Tätigkeit bei Rettungsdiensten bringen Extrapunkte, wenn sie mit guten TMS-Ergebnissen kombiniert werden.

Den TMS gut vorzubereiten zahlt sich aus: Viele Unis gewichten ihn mit 50 – 100 % im AdH. Im kostenlosen TMS-Gratiskurs kannst du direkt einsteigen.

Das AdH kann einen positiven Effekt auf die Bewerbung für ein Medizinstudium haben

Studienplatzvergabe in Deutschland – So funktioniert das Vergabeverfahren

Wer sich in Deutschland für einen Studienplätze in Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin oder Pharmazie bewirbt, läuft die Bewerbung über das zentrale Online-Portal hochschulstart.de. Dort wird das gesamte Zulassungsverfahren koordiniert, unabhängig davon, an welcher Hochschule du studieren möchtest.

Das Verfahren zur Vergabe von Studienplätzen folgt einem mehrstufigen Auswahlprozess, der für alle Bewerber:innen verbindlich ist. Jede Uni ergänzt dabei die bundesweiten Quoten durch eigene Auswahlregeln.

Wichtige Infos zum Bewerbungsweg über Hochschulstart.de

Zunächst musst du dich auf hochschulstart.de registrieren und dein persönliches Bewerberkonto anlegen. Dort gibst du:

  • deine persönlichen Daten ein,
  • Informationen zu deinem Abitur und ggf. weiteren Qualifikationen,
  • und wählst deine Studiengänge sowie die Hochschulen, bei denen du dich bewerben möchtest.

**Das solltest du wissen:**Für Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie gibt es keine Obergrenze bei der Anzahl der Unis – es lohnt sich, alle passenden auszuwählen. Die Reihenfolge (Priorisierung) ist aber entscheidend. Die vollständige Anleitung zur Priorisierung findest du im Hochschulstart-Guide.

Priorisierung erhöht nicht die Chancen: Wie du richtig priorisierst

Hochschulstart nutzt ein sogenanntes „Koordinierungsverfahren“: Du bekommst automatisch das beste Angebot, das deiner Prioritätenliste und deinem Bewerber-Ranking entspricht. Wenn du also z. B. auf Platz 1 die Uni Heidelberg und auf Platz 2 die Uni Mainz hast, und Heidelberg dich ablehnt, Mainz dich aber nimmt, bekommst du nur Mainz – auch wenn du später in Heidelberg einen Nachrückplatz hättest.

Tipp: Setze deine Wunschuni auf Platz 1 – aber priorisiere auch realistische Alternativen auf den Folgerängen.

Was sind Vorabquoten, Wartesemester und Härtefälle?

Neben AdH, ZEQ und Abiturbestenquote gibt es sogenannte Vorabquoten:

  • 2 % für Härtefälle, z. B. bei schweren Erkrankungen oder familiären Ausnahmesituationen
  • 3 % für Zweitstudienbewerber:innen
  • 5 % für nicht-EU-Ausländer:innen
  • 3 % für Auswahl nach Dienstzeiten (z. B. Bundesfreiwilligendienst, Zivildienst)

Gut zu wissen: Wartezeit als eigene Quote existiert nicht mehr. Praktische Erfahrung zählt jetzt direkt im AdH und der ZEQ.

Numerus Clausus (NC) im Überblick: Was er wirklich bedeutet und beeinflusst

Viele denken beim Numerus Clausus (NC) sofort an eine unüberwindbare Hürde – als gäbe es einen festen Wert, den man unbedingt erreichen muss. Doch das stimmt so nicht. Der NC ist fester Wert, sondern ein variabler Grenzwert, der sich jedes Jahr neu ergibt – je nachdem, wie viele Bewerbungen eingehen und wie stark die Nachfrage ist.

Mit einer cleveren Strategie, guten Testergebnissen und Zusatzqualifikationen kannst du deine Chancen deutlich verbessern – auch ohne Einser-Abitur.

Warum der NC keine feste Grenze darstellt

Der Numerus Clausus (NC) wird nicht im Voraus festgelegt, sondern ergibt sich rückblickend aus dem Auswahlverfahren eines Jahrgangs. Er gibt an, mit welcher Note der letzte Studienplatz vergeben wurde.

Im AdH gibt es keinen einheitlichen „NC als Abiturnote“ – die Quoten verwenden kombinierte Punkte-Scores (Skala 0–100), die Abitur, TMS, Ausbildung und weitere Kriterien nach der jeweiligen Uni-Gewichtung zusammenrechnen. Das bedeutet: Wer einen schwächeren Abischnitt mit einem starken TMS kompensiert, kann trotzdem einen Platz bekommen.

Wie der NC sich von Uni zu Uni unterscheidet

Jede Hochschule legt ihren eigenen Mix aus Auswahlkriterien fest – dementsprechend variiert auch der NC. Es gibt Universitäten, bei denen ein starkes TMS-Ergebnis oder eine abgeschlossene Ausbildung den Abiturdurchschnitt deutlich ausgleichen kann.

Beispiel: An einer Hochschule mit 70 % Gewichtung auf den TMS und nur 30 % auf die Abiturnote kann ein Bewerber mit einem Abischnitt von 1,7 und einem TMS-Ergebnis von 115 Punkten besser abschneiden als jemand mit 1,3 Abi und durchschnittlichem TMS.

Das solltest du wissen: NC ist relativ – deine Chancen hängen von viel mehr als nur deiner Note ab.

So meisterst du die Bewerbung im AdH – Schritt für Schritt zur Studienplatzvergabe

Die Bewerbung folgt einem klaren Ablauf. Wer ihn kennt, spart Zeit und vermeidet Fehler. Wer den Überblick behält und seine Bewerbung strukturiert und vollständig einreicht, hat bereits einen entscheidenden Schritt geschafft.

Vollständigkeit ist keine Kleinigkeit: Ein fehlendes Dokument kann Punkte kosten. Bereite dich gut vor, arbeite sorgfältig und nutze die Chancen, die dir das AdH bietet.

Registrierung bei Hochschulstart

Sobald das Bewerbungsportal geöffnet ist (in der Regel Anfang Juni), solltest du dich registrieren. Dafür werden folgende Angaben benötigt:

  • Deine persönlichen Daten
  • Informationen zum Schulabschluss
  • E-Mail-Adresse für Benachrichtigungen

Danach kannst du deine Wunsch-Studiengänge hinzufügen und in eine Reihenfolge bringen.

Fristen, Unterlagen & wichtige Deadlines

Die Fristen sind nicht verhandelbar – wenn du sie verpasst, ist deine Bewerbung ungültig.

Die wichtigsten Termine (WS 2026/27):

  • Wer im laufenden Jahr Abitur macht (Neu-Abi, Zeugnis ab 16.01.2026): Frist 15. Juli 2026
  • Wer das Abitur älter als das laufende Jahr hat (Alt-Abi, Zeugnis vor 16.01.2026): Frist 31. Mai 2026
  • Nachreichfrist für TMS-Ergebnisse, Dienst- und Ausbildungszeugnisse: 20. Juli 2026
  • Annahmefrist bei Zulassungsangebot: ca. 72 Stunden

Checkliste für die Unterlagen:

  • beglaubigtes Abiturzeugnis
  • TMS/HAM-Nat-Ergebnisse (sofern vorhanden)
  • Nachweise für Ausbildung, FSJ etc.
  • ggf. medizinische Bescheinigungen (Härtefälle)

Nachweise, Punkte & Angaben richtig einreichen

Sei besonders genau bei:

  • Eingabe deiner Noten (Zeugnisformate beachten!)
  • Uploads von Nachweisen (als PDF, gut lesbar)
  • Angaben zur Ausbildung oder freiwilligen Diensten (mit Dauer und Träger)

Wichtig: Achte besonders auf die korrekte Eingabe deiner Daten und die vollständige Einreichung aller Nachweise. Formfehler oder fehlende Unterlagen können dazu führen, dass deine Bewerbung im AdH oder der ZEQ nicht berücksichtigt wird.

Auswahlverfahren nach Bundesland – Welche Unterschiede gibt es?

Ja! Obwohl die Bewerbung zentral über hochschulstart.de läuft, hat jedes Bundesland in Deutschland – ebenso wie die einzelnen Hochschulen – eigenen Gestaltungsspielraum. Das betrifft vor allem die Auswahlkriterien im AdH, aber auch ergänzende Verfahren und Schwerpunktsetzungen.

Bundesland-Beispiele: Wo welche Kriterien dominieren

Bundesland / RegionBesonderheit im Auswahlverfahren
BayernAugsburg (bis zu 100 % TMS im ADH) und Erlangen-Nürnberg (35 % TMS) gewichten den TMS stark – München dagegen kaum
BerlinFokus liegt oft stärker auf der Abiturnote
Hamburg, MagdeburgSetzen verstärkt auf den HAM-Nat (Hamburg ZEQ: 80 % HAM-Nat; Magdeburg ADH: bis zu 55 % HAM-Nat)
GreifswaldHat das ADH 2026 reformiert: Ausbildungserfahrung (60 %) zählt jetzt stärker als Tests
Nordrhein-Westfalen (NRW)Zusatzpunkte für Pflegeerfahrung sind bei einigen Hochschulen möglich

Tipp: Manche Bundesländer fördern zusätzlich die Hausarztversorgung im ländlichen Raum. Die Landarztquote, die Studienplätze für angehende Hausärzt:innen in unterversorgten Regionen reserviert, kann als Sonderweg deine Chancen beeinflussen.

Was Hochschulen individuell festlegen dürfen

Jede Hochschule darf im Rahmen des AdH:

  • Die Gewichtung der Auswahlkriterien selbst bestimmen
  • Bestimmen, ob bestimmte Tests verpflichtend sind
  • Bonuspunkte für bestimmte Leistungen einführen

Tipp: Wer sich intensiv mit den Auswahlregeln der Wunsch-Unis befasst, ist klar im Vorteil.

Änderungen & Entwicklungen im Auswahlverfahren der Hochschulen AdH

Drei Änderungen haben das Vergabeverfahren zuletzt geprägt:

  • Abschaffung der Wartezeitquote: Früher wurden 20 % der Plätze über Wartezeit vergeben – das gibt es nicht mehr.
  • Stärkung der ZEQ: Die zusätzliche Eignungsquote wurde neu eingeführt, um Praxisnähe zu fördern.
  • Mehr Gewichtung für TMS & HAM-Nat: Viele Hochschulen werten Eignungstests stärker, um das starre NC-System aufzuweichen.

Gut zu wissen: Eine gute Vorbereitung auf Eignungstests und die strategische Auswahl der Hochschulen sind wichtiger denn je – gerade weil der Kriterienmix von Uni zu Uni so unterschiedlich ist.

Häufige Fragen zum Auswahlverfahren der Hochschulen Medizin

Wie viele Plätze werden im AdH vergeben?

60 % aller Medizinstudienplätze in Deutschland – der wichtigste Zugangsweg.

Muss ich überall die gleichen Unterlagen einreichen?

Ja – alle Nachweise werden zentral bei hochschulstart.de hochgeladen und gelten für alle Bewerbungen gleichzeitig.

Kann ich mich gleichzeitig für mehrere Studiengänge bewerben?

Ja, für Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie gibt es keine Obergrenze – du kannst und solltest dich an allen passenden Unis bewerben, auch gemischt (z. B. Human- und Zahnmedizin).

Was ist, wenn ich mein Wunschstudium nicht sofort bekomme?

Dann kannst du in die Koordinierungsphase oder das Nachrückverfahren kommen – dort werden frei gebliebene Plätze neu vergeben.

Kann man im AdH nachrücken?

Ja. Wenn Plätze frei bleiben oder Bewerber:innen abspringen, kannst du je nach Rangplatz und Priorisierung nachrücken.

    Dein Fahrplan ins Medizinstudium.

    Mit der richtigen Vorbereitung wird der TMS zur Chance – nicht zum Hindernis. Wir zeigen dir, wie du sie nutzt.

    1 Number Background

    Starte jetzt. Kostenloser 10h Kurs

    1 Number Background

    Lerne die Basics in unserem 10h-Einstiegskurs und werde Teil unserer Community auf Discord.

    Zum Kurs
    2 Number Background

    Finde das perfekte Paket für dich.

    2 Number Background

    Basis, Erfolg oder Rundum-Sorglos: Wähle die Vorbereitung, die deinen Alltag, dein Ziel und deinen Lerntyp optimal unterstützt.

    Zur Auswahl
    3 Number Background

    Trainiere wie ein Profi.

    3 Number Background

    Unsere Bootcamps geben dir den Plan, die Motivation und das richtige Training – Schritt für Schritt.

    Zu den Bootcamps
    4 Number Background

    Sichere dir deinen Platz im Medizinstudium.

    4 Number Background

    Mit Strategie, Übung und Feedback erreichst du dein Ziel. Und sicherst dir einen Platz im Medizinstudium.

    Zur Kontaktseite