Auf einen Blick:
- Figuren lernen eröffnet den Nachmittagsteil: 20 Figuren, 4 Minuten Einprägephase, 5 Minuten Reproduktionsphase, maximal 20 Punkte (keine Einstreuaufgaben).
- Der Durchschnitt schwankt stark zwischen 10,5 und 15,5 Punkten – je nach Aufgabenschwierigkeit. Im Schnitt 13/20.
- Du musst nicht alle 20 Figuren lernen. Wer durch den schlanken Themenkompass nur ~12 Figuren sicher abspeichert, holt mit Ausschlussverfahren 18 Punkte.
- Goldstandard: Themenkompass + Puzzle-Methode + Sandwich-Training.
- Trainingszeit bis zur Top-Performance: 2 bis 6 Wochen, danach reichen 4 bis 8 Figuren täglich + 1–2 Simulationen pro Woche.
- Ein gutes Ergebnis (Top 10%) erreichst du mit 16 bis 18 Punkten.
Überblick
Figuren lernen leitet traditionell nach der einstündigen Mittagspause den Nachmittagsteil des TMS ein – und gleich mit voller Wucht: 20 abstrakte Figuren, 4 Minuten Zeit zum Einprägen, dann erst nach 60 Minuten Textverständnis die Abfrage. Wer hier krampfhaft alle 20 Figuren perfekt lernen will, brennt aus. Wer ein strukturiertes, ressourcenschonendes System aufbaut, gewinnt.
Was ist der Untertest „Figuren lernen"?
In der sogenannten Einprägephase werden dir 20 verschiedene Figuren vorgelegt, die jeweils aus fünf Teilflächen bestehen. Bei jeder dieser Figuren ist exakt eine der fünf Flächen schwarz markiert. Dein Ziel: dir die Lage der schwarzen Fläche pro Figur zu merken.

In diesem Untertest soll primär deine Differenzierungswahrnehmung bei visuellen Informationen sowie deine Merkfähigkeit geprüft werden.
Arten von Formen
- Schwere Sets: Nur 1 bis 3 Basisformen, die sich stark ähneln.
- Standard: 3 bis 5 klar unterscheidbare Basisformen (etwa Dreiecke, Vierecke und Hörnchen).
- Multiformen: Offene, komplexe und asymmetrische Strukturen
Das Lösen einer Aufgabe
Einprägephase – 4 Minuten
Für die Einprägephase hast du extrem knappe 4 Minuten Zeit. Das System „lieber 12 sicher als 20 unsicher" funktioniert in der Praxis besser.
Zwischenphase – Textverständnis
Anschließend musst du eine Pause sowie den 60-minütigen Untertest „Textverständnis" hinter dich bringen, bevor die eigentliche Abfrage stattfindet. Dieser Brecher-Test ist die größte Stolperfalle.
Reproduktionsphase – 5 Minuten
In der Reproduktionsphase hast du dann exakt 5 Minuten Zeit, um die nun komplett weißen Figuren wiederzuerkennen.

Markante Strukturen zur Orientierung (Themenkompass)
- Hauptrichtungen (12, 3, 6, 9 Uhr)
- Nebenrichtungen (oben rechts, unten rechts, unten links, oben links)
- Das Zentrum bzw. die Mitte der Figur
- Äußere Basisformen (rundliche, eckige, halbmondförmige Strukturen)
- Offene Figuren und Multiformen aus verschiedenen Elementen
- Innere Linien zur Differenzierung bei sehr ähnlichen Außenformen
Punktzahl und Benchmark: Wo stehst du?
| Ergebnis | Einordnung |
|---|---|
| 13/20 | Durchschnitt aller TMS-Teilnehmenden |
| 14/20 | Top 30% |
| 16/20 | Top 20% |
| 18/20 | Top 10% |
| 20/20 | Maximalpunktzahl |

So trainierst du Figuren lernen richtig
Schritt 1: Methodentraining ohne Zeitdruck
Beginne mit der Theorie und wende die Strategien (Themenkompass, Puzzle-Methode, Fenstermethode) zunächst komplett ohne Zeitdruck an. Wer zu früh auf Tempo geht, blockiert seine Kreativität.
Schritt 2: Zeitliches Training mit reduzierter Figurenanzahl
Behalte die realen 4 Minuten Einprägezeit bei, reduziere aber anfangs die Figurenanzahl (z. B. nur 10 oder 12 Figuren in 4 Minuten).
Schritt 3: Sandwich- und Kaltstart-Training
Das Sandwich-Training ist zwingend: Einprägephase → ein Zwischen-Untertest (Textverständnis) → Reproduktionsphase am Stück.
Schritt 4: Wartungsmodus
Täglich in der Früh 4 bis 8 Figuren ohne Zeitdruck visualisieren plus 1 bis 2 komplette Simulations-Sets pro Woche.
Die wichtigsten Methoden und Strategien auf einen Blick
- Themenkompass (in vollständiger oder schlanker Version)
- Intuition (Fokus auf äußere Formen)
- Puzzle-Methode (Fokus auf die schwarze Fläche und innere Strukturen)
- Notfallliste (forcierte Bilder bei Blockaden)
- Fenstermethode / Erweitern von Linien
- Gezieltes Streichen von Nebenrichtungen zur Reduktion der Lernmenge
- Zwei-Wort-Beschreibungen zur besseren Differenzierung
- Integration von Mimik, Gestik und starker Interaktion (Theater) in die Bilder
Die 7 häufigsten Trainingsfehler
| Fehler | Warum er schadet |
|---|---|
| Nur unter Zeitdruck trainieren | Blockiert Kreativität und zwingt dich in alte, stressige Denkmuster |
| Alle 20 Figuren perfekt lernen wollen | Wer 12 sicher hat, ist über Ausschluss besser |
| „One-Word-Pictures" verwenden | Ein-Wort-Beschreibungen führen in der Reproduktion zu Verwechslungen |
| Nur auf die schwarze Fläche fokussieren | Ohne Einbindung in den Themenkompass keine räumliche Orientierung |
| Fehlende emotionale Anker | Bilder ohne Interaktion oder Emotion sind unter Stress nicht abrufbar |
| Das Blatt im Kopf drehen | Erzeugt neue, falsche Figuren statt Klarheit |
| Isoliertes Üben ohne Fokuswechsel | Wer den Brecher-Test nicht einbaut, verliert das Wissen im echten TMS |
Mit tmsbuddies zur vollen Punktzahl
Der Trainingsweg bei tmsbuddies sieht so aus:
- Bootcamps zum Themenkompass und zur Puzzle-Methode: Theorie und testnahe Praxis in wenigen Stunden.
- Bootcamp Kreativitätssteigerung: Wie du visuelle Routinen aufbaust, die unter Stress abrufbar sind.
- Praxisnahe Übungssets auf originalem TMS-Niveau.
- Vollsimulationen Alpha, Beta, Gamma mit stundenlangen Lösungsvideos.
- Discord-Community und Lerngruppen: Gemeinsame „Themenreisen" für Visualisierungen entwickeln.
Angebote, in denen Mustertraining inkludiert ist
Ob du neu einsteigst, gezielt trainieren willst oder alles auf Erfolg setzt – hier findest du dein passendes Paket.
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FAQ - Frequently asked questions
Nein. Wer durch den schlanken Themenkompass nur etwa 12 Figuren extrem sicher abspeichert, kann durch das Ausschlussverfahren auf 18 von 20 Punkten kommen.
Der Themenkompass ordnet die schwarze Markierung räumlich zu (12, 3, 6, 9 Uhr und die Nebenrichtungen). Dadurch hast du in der Reproduktionsphase eine klare räumliche Struktur.
Bei der Puzzle-Methode blendest du alles andere aus und fokussierst dich nur auf die schwarze Fläche und ihre inneren Strukturen.
Weil zwischen Einpräge- und Reproduktionsphase eine volle Stunde Textverständnis liegt. Wer diesen harten Fokuswechsel nicht im Sandwich-Training übt, verliert sicher geglaubte Bilder durch Erschöpfung.
Bei der Fenstermethode erweiterst du die Linien der Figur gedanklich, sodass die schwarze Fläche in einem „Fenster" eindeutig verortet ist.