Auf einen Blick:
- Schlauchfiguren ist der dritte Untertest am Vormittag: 24 Aufgaben in nur 15 Minuten, maximal 20 Punkte (4 Aufgaben sind unbewertet).
- Der Durchschnitt liegt bei 14/20. Wer den Algorithmus beherrscht, landet regelmäßig bei 18 bis 20 Punkten.
- Schlauchfiguren prüft dein räumliches Vorstellungsvermögen – kein Talent, sondern eine erlernbare Methode.
- Goldstandard: Dichotomes Arbeiten mit der Blue-Line-Methode und der Strategie „Drehung zuerst”.
- Trainingszeit bis zur Top-Performance: 2 bis 6 Wochen, danach reichen 3 bis 5 Minuten täglich.
- Nur 4 % aller Teilnehmer erreichen die volle Punktzahl – meist wegen fehlender Nachbereitung.
Überblick
Der dritte Untertest am Vormittag ist Schlauchfiguren. 15 Minuten, 24 Aufgaben, räumliche Würfel-Rotationen unter brutalem Zeitdruck. Für viele der „Krampf-Untertest" des Vormittags – obwohl er einer der am besten trainierbaren ist. Wer sich auf seine Intuition verlässt, verliert. Wer einen sturen, dichotomen Algorithmus anwendet, gewinnt.
Was ist der Untertest „Schlauchfiguren"?
In jeder Aufgabe siehst du zwei transparente Würfel, in denen sich schlangenartige Kabel oder Schläuche befinden. Der erste Würfel zeigt die Figur immer in der Frontalansicht, während der zweite Würfel exakt dieselbe Figur aus einer von fünf möglichen veränderten Perspektiven zeigt: von oben, unten, rechts, links oder hinten.

Wichtig zu wissen: Der echte TMS nutzt faire und eindeutige Abbildungen. Unfaire Konstrukte wie komplett dichte, undurchschaubare Schlauchknäuel kommen in der echten Prüfung nicht vor.
Das Lösen einer Aufgabe
Die besten Merkmale zur Orientierung
- Schlauchenden (Position, Anzahl und Ausrichtung)
- Decken- und Bodenberührungen
- Wandberührungen oder Annäherungen
- Schlauchbögen
- Kreuzungen der Schläuche
- Hohl- und Freiräume
- Isolierte, freigestellte Einzelmerkmale
- Inhomogenitäten im Schlauch

Punktzahl und Benchmark: Wo stehst du?
| Ergebnis | Einordnung |
|---|---|
| 14/20 | Durchschnitt aller TMS-Teilnehmenden |
| 16/20 | Top 30% |
| 17/20 | Top 20% |
| 18/20 | Top 10% |
| 20/20 | Maximalpunktzahl – wird nur von ~4 % erreicht |

So trainierst du Schlauchfiguren richtig
Schritt 1: Technik vor Tempo
Eigne dir zunächst komplett ohne Zeitdruck die theoretischen Lösungsalgorithmen und Merkmale an.
Schritt 2: Algorithmus einüben
Wende den dichotomen Algorithmus solange an, bis er fehlerfrei läuft – idealerweise mit Farben für die Blue-Line.
Schritt 3: Intervalltraining
Sobald die Technik sitzt, gehst du in das Intervalltraining über (z. B. 6 Aufgaben in genau 3 Minuten).
Schritt 4: Kaltstart-Training
Den finalen Feinschliff bildet das Kaltstart-Training: Simuliere den harten Übergang aus dem vorherigen Untertest (MedNat).
Schritt 5: Wartungsmodus
3 bis 6 Aufgaben pro Tag (rund 3 bis 5 Minuten) plus ein bis zwei Kaltstart- bzw. Intervalltrainings pro Woche.
Die wichtigsten Methoden und Strategien auf einen Blick
- Drehung zuerst (erst alle Drehbewegungen prüfen, dann Kippbewegungen)
- Dichotomes Arbeiten / Dichotome Entscheidung
- Blue-Line, Red-Line und Green-Line Methode
- Sehada-Trick (Blatt um 180° auf den Kopf drehen)
- Falsifizieren statt verifizieren (Ausschlussprinzip)
- Point and Tell (mit Stift auf die Merkmale deuten)
- Striktes Arbeiten von grob zu fein
- Farbliche Markierungen verwenden
Die 7 häufigsten Trainingsfehler
| Fehler | Warum er schadet |
|---|---|
| Sich auf Intuition verlassen | Intuition ist fehleranfällig und kostet unter Stress wertvolle Punkte |
| Den Würfel im Kopf drehen | Statt sich gedanklich um den statischen Würfel zu bewegen – Verwechslungen vorprogrammiert |
| Vorschnelle Gleichsetzungen | Schläuche in beiden Würfeln zu früh als identisch annehmen |
| Oben/Unten oder Rechts/Links verwechseln | Klassischer Stress-Fehler ohne dichotome Prüfschritte |
| Nur wenige Merkmale prüfen | Fehlende Flexibilität – bei Ringstrukturen ohne Schlauchenden bricht das System zusammen |
| Sich verbeißen | Bei schweren Aufgaben nicht rechtzeitig überspringen – Zeitfresser |
| Mit unfairem Material üben | Realitätsferne „Schlauchknäuel" trainieren falsche Herangehensweisen |
Mit tmsbuddies zur vollen Punktzahl
Der Trainingsweg bei tmsbuddies sieht so aus:
- Bootcamps „Weg zur Perfektion" und „Drehung zuerst": Die Merkmale und Lösungswege werden Schritt für Schritt erklärt.
- Spezifische Übungssets auf TMS-Niveau.
- Hochqualitative Vollsimulationen (Alpha, Beta, Gamma): Komplettdurchgänge mit stundenlangen Lösungsvideos.
- Discord-Community und Lerngruppen: Methodenaustausch und gegenseitige Fehleranalyse.
Angebote, in denen Mustertraining inkludiert ist
Ob du neu einsteigst, gezielt trainieren willst oder alles auf Erfolg setzt – hier findest du dein passendes Paket.
Über weitere Untertests lesen
FAQ - Frequently asked questions
Die Blue-Line-Methode ist der absolute Standard, um Schläuche im Würfel präzise zu verorten. Du zeichnest gedanklich eine klare Linie an markanten Schlauchsegmenten, an der du die Perspektive abgleichst.
Bei der Strategie „Drehung zuerst" arbeitest du zunächst alle Drehbewegungen eines Sets ab und prüfst die verbleibenden Kippbewegungen danach isoliert auf „oben/unten". Diese Reihenfolge minimiert Verwechslungen.
Den Algorithmus zu erlernen dauert durchschnittlich 2 bis 6 Wochen. Danach reichen 3 bis 6 Aufgaben pro Tag plus ein bis zwei Kaltstart-Trainings pro Woche.
Beim Sehada-Trick drehst du das Übungsblatt bei komplexen Aufgaben einfach um 180 Grad auf den Kopf. Durch die veränderte Perspektive werden neue Merkmale sichtbar.
Intuition ist unter Zeitdruck fehleranfällig. Ein sturer Algorithmus ist unter Stress fehlerfrei – und dadurch im Schnitt schneller.