Auf einen Blick:
- Fakten lernen ist der zweite Merkfähigkeitstest am Nachmittag: 15 Patientenfälle in 5 Gruppen, 6 Minuten Einprägephase, 7 Minuten Reproduktion, maximal 20 Punkte (keine Einstreuaufgaben).
- Der Durchschnitt liegt bei nur 10,5–11/20. Wer 15–16 erreicht, gehört zu den absoluten Top-Performern.
- Du musst nicht alle 5 Gruppen perfekt lernen. Der Drei-Gruppen-Schlachtplan mit Ausschlussverfahren bringt sicher 15–16 Punkte.
- Goldstandard: Loci-Methode + Personenkodierung + Phonetik + Kompression + Sandwich-Training.
- Trainingszeit: 2 bis 4 Wochen (14–30 Tage) plus 5–15 Minuten tägliches Codierungstraining.
- Seit 2021 mit deutlich komplexeren Filterfragen – ohne System wird’s brutal.
Überblick
Fakten lernen ist der zweite Merkfähigkeitstest am Nachmittag – und einer der härtesten Untertests des gesamten TMS. 15 Patientenfälle in 5 Gruppen, 6 Faktoren pro Person, 6 Minuten Einprägezeit. Wer hier krampfhaft alles auswendig lernen will, brennt aus. Wer ein strukturiertes und ressourcenschonendes System mit Loci-Methode und Drei-Gruppen-Schlachtplan aufbaut, dreht den Untertest.
Was ist der Untertest „Fakten lernen"?
In der Einprägephase werden dir insgesamt 15 Patientenfälle (Datensätze) präsentiert, die chronologisch in fünf verschiedene Altersgruppen mit jeweils genau drei Personen unterteilt sind.

Die 6 Elemente pro Person
- Name (immer ein Unikat im Set)
- Alter (innerhalb einer Gruppe identisch)
- Beruf (immer ein Unikat, beinhaltet das Geschlecht)
- Geschlecht (steckt in der Berufsbezeichnung, z. B. Laborantin)
- Charakterliche Eigenschaft (kann doppelt oder dreifach vorkommen)
- Krankheit oder Diagnose (kann doppelt oder dreifach vorkommen)
Achtung Filterfragen: Eigenschaften und Krankheiten, die doppelt vorkommen, sind die Fallenstellen des Untertests. Hier kommen die Filterfragen ins Spiel.
Das Lösen einer Aufgabe
Einprägephase – 6 Minuten
Für die Einprägephase hast du 6 Minuten Zeit. Der Drei-Gruppen-Schlachtplan (nur 9 Personen perfekt) bringt mit Ausschluss mehr Punkte.
Zwischenphase – Textverständnis
Direkt im Anschluss folgt eine ca. einstündige Zwischenphase (der Untertest „Textverständnis"). Ohne Sandwich-Training verblasst das eingeprägte Wissen.
Reproduktionsphase – 7 Minuten
In der Reproduktionsphase hast du 7 Minuten Zeit, um die Fragen zu den Patienten zu beantworten.

Punktzahl und Benchmark: Wo stehst du?
| Ergebnis | Einordnung |
|---|---|
| 11/20 | Durchschnitt aller TMS-Teilnehmenden (10,5–11) |
| 13/20 | Top 30% |
| 15/20 | Top 20% |
| 17/20 | Top 10% |
| 20/20 | Maximalpunktzahl |

So trainierst du Fakten lernen richtig
Schritt 1: Loci-System aufbauen
Baue dir zunächst eine feste Loci-Methode auf und übe das Verschlüsseln der Informationen komplett ohne Zeitdruck.
Schritt 2: Codierungstechniken einüben
Trainiere isoliert: Personenkodierung, Phonetik und Kompression.
Schritt 3: Sandwich-Training
Das Sandwich-Training ist zwingend: Einprägephase → 1 Stunde Textverständnis → Reproduktionsphase.
Schritt 4: Wartungsmodus
50 % Methodentraining und 50 % reale Simulationen. Täglich 5 bis 15 Minuten Codierungstraining plus 1 bis 2 Simulationen pro Woche.
Die wichtigsten Methoden auf einen Blick
- Loci-Methoden (statisch oder dynamisch: Elternhaus, Stadtplan, Schulweg)
- Personenkodierung durch bekannte Personen oder fiktive Figuren
- Phonetische Codierung mithilfe des Phonetik-Rads
- Kompression (z. B. Name und Beruf zu einem einzigen Begriff)
- Drei-Gruppen-Schlachtplan (Fokus auf nur 3 Gruppen + Ausschluss)
- Emotionale Färbung, Mimik, Gestik und starke Interaktion
- International eindeutige Symbole (z. B. Sense für Tod, Krone für Morbus Crohn)
Die 7 häufigsten Trainingsfehler
| Fehler | Warum er schadet |
|---|---|
| Alle fünf Gruppen lernen wollen | „3 von 5 sicher" schlägt „5 von 5 unsicher" |
| Zu viele Details in ein Bild packen | Unter Stress nicht abrufbar |
| Doppelte Merkmale unterschiedlich kodieren | Verhindert das Ausschlussverfahren |
| Fehlende emotionale Anker | Bilder ohne Interaktion sind unter Stress nicht abrufbar |
| Unscharfe Loci-Räume | Personen werden falsch oder gar nicht abgesetzt |
| Isoliertes Üben ohne Fokuswechsel | Wer die einstündige Zwischenphase weglässt, trainiert den realen Stress nicht |
| Panik in der knappen Einprägephase | Stress zerstört die Loci-Räume |
Mit tmsbuddies zur vollen Punktzahl
Der Trainingsweg bei tmsbuddies sieht so aus:
- Bootcamp „Eigene Loci-Methode erstellen": Du baust deine persönliche Routenmethode auf.
- Bootcamp „Codierungen": Personenkodierung, Phonetik und Kompression Schritt für Schritt.
- Spezifische Übungssets auf TMS-Niveau für realistisches Training.
- Vollsimulationen Alpha, Beta, Gamma mit stundenlangen Lösungsvideos.
- Discord-Community und Lerngruppen: Gemeinsame Bilder und Eselsbrücken für schwierige Fakten.
Angebote, in denen Mustertraining inkludiert ist
Ob du neu einsteigst, gezielt trainieren willst oder alles auf Erfolg setzt – hier findest du dein passendes Paket.
Über weitere Untertests lesen
FAQ - Frequently asked questions
Nein. Der Drei-Gruppen-Schlachtplan (9 Personen perfekt) bringt mit dem Ausschlussverfahren sicher 15 bis 16 Punkte.
Die Loci-Methode verortet Personen an festen Orten einer dir bekannten Route – z. B. dein Elternhaus. Du gehst die Route in der Reproduktionsphase gedanklich ab.
Immer mit exakt demselben Symbol (z. B. eine Krone für Morbus Crohn bei beiden Personen). So kannst du über Filter wie Alter oder Geschlecht logisch trennen.
Bei der Kompression verschmilzt du zwei Informationen (z. B. Name und Beruf) zu einem einzigen, leicht merkbaren Bild.
Weil zwischen Einpräge- und Reproduktionsphase eine volle Stunde Textverständnis liegt. Wer den harten mentalen Fokuswechsel nicht trainiert, verblasst sicher geglaubtes Wissen durch Erschöpfung.
Phonetik. Zerlege den Namen in klangähnliche, bekannte Begriffe und kodiere diese als Bildszene.