TMSnat Unis: Wo der neue Test zählt und wie stark
Der neue TMSnat soll an allen staatlichen Medizin-Unis zählen. Welche Gewichtung sich abzeichnet und was das für deine Bewerbung heißt.
Der neue TMSnat soll ab dem Wintersemester 2027/28 an allen staatlichen Medizin-Unis in Deutschland zählen. Das ist die größte Änderung gegenüber heute, denn bisher gewichten die Unis TMS und HAM-Nat sehr unterschiedlich und manche werten keinen der beiden Tests. Wie stark der neue Test je Uni ins Gewicht fällt, legen die Satzungen fest. Die stehen noch aus. Hier liest du, was zu den TMSnat Unis schon absehbar ist und was das für deine Bewerbung heißt.
Das Wichtigste in Kürze
- Der neue TMSnat soll voraussichtlich an allen staatlichen Medizin-Unis anerkannt werden, ab Wintersemester 2027/28.
- Wie stark er je Uni zählt, legen die Uni-Satzungen fest. Sie sind noch nicht veröffentlicht.
- Private Unis können weiterhin eigene Auswahltests verwenden.
- Als Orientierung für die TMSnat Unis dienen die heutigen TMS-Gewichtungen: 5 bis 100 % im AdH, an sieben Unis 100 % in der ZEQ.
An welchen Unis zählt der TMSnat?
Voraussichtlich an allen staatlichen Universitäten, die Human-, Zahn- oder Tiermedizin anbieten. Der TMSnat löst TMS und HAM-Nat ab und wird laut Ankündigung ab dem Wintersemester 2027/28 bundesweit im Auswahlverfahren eingesetzt.
Für dich ist das eine echte Verbesserung. Heute musst du prüfen, ob deine Wunschuni den TMS überhaupt wertet und wie stark, beim HAM-Nat betrifft das ohnehin nur einzelne Standorte. Künftig zählt ein Test überall, du musst dich also nicht mehr zwischen zwei Tests entscheiden oder beide schreiben. Eine Ausnahme bleiben die privaten Universitäten: Sie können eigene Auswahlverfahren und Tests nutzen, mehr dazu in Privatuni Medizin. Den kompletten Überblick zum neuen Test findest du unter TMSnat.
Wie stark zählt der TMSnat in AdH und ZEQ?
Das steht noch nicht fest. Die Quotenstruktur bleibt bestehen, die konkrete Gewichtung je Uni und Unterquote legen die Universitäten aber in ihren Satzungen fest. Die sind für den TMSnat noch nicht veröffentlicht.
Als Orientierung taugen die heutigen TMS-Gewichtungen, denn sie zeigen, wie unterschiedlich Unis einen Studierfähigkeitstest bewerten. Im AdH reicht die Spanne aktuell von 5 bis 100 %: Augsburg wertet in der 1. Unterquote zu 100 % den TMS, Aachen und Jena in der 2. Unterquote zu 70 %, Düsseldorf zieht in der 1. Unterquote auf 48 % hoch. Die vollständige Übersicht findest du in TMS Unis.
In der ZEQ wird das Abitur gar nicht gewertet. Dort läuft die Quote an sieben Unis zu 100 % über den TMS (Greifswald, Bochum, Rostock, Düsseldorf, Bielefeld, Bonn und Köln), an anderen führen vor allem Ausbildung und Berufserfahrung. Wie die ZEQ funktioniert, liest du in ZEQ Medizin.
Ob eine Uni ihre bisherige TMS-Gewichtung eins zu eins auf den TMSnat überträgt, ist offen. Weil der neue Test zusätzlich Fachwissen prüft, halten wir es für plausibel, dass einzelne Unis ihn stärker gewichten als bisher den TMS. Verbindlich ist das erst mit den Satzungen.
Was sich für die HAM-Nat-Unis ändert
Besonders groß ist die Umstellung an den Standorten, die bisher den HAM-Nat genutzt haben, vor allem Hamburg und Magdeburg. Sie brauchen künftig keinen eigenen Test mehr, weil der TMSnat den naturwissenschaftlichen Teil bereits enthält.
Für dich heißt das: Du musst nicht länger zwei verschiedene Tests schreiben, um beide Uni-Gruppen zu erreichen. Der Wissensteil aus dem HAM-Nat wandert in den TMSnat, deine Vorbereitung deckt danach beide Welten ab. Was für den letzten HAM-Nat-Durchgang gilt, steht in HAM-Nat 2027.
So wählst du deine Unis mit dem TMSnat aus
Bis die Satzungen vorliegen, arbeitest du am besten mit zwei Annahmen. Erstens: Unis, die den TMS heute hoch gewichten, werden das voraussichtlich auch beim TMSnat tun, denn ihre Auswahlphilosophie ändert sich durch den Testwechsel nicht. Zweitens: Deine Rangliste bei hochschulstart bleibt die zweite große Stellschraube, weil sie festlegt, welches Angebot du am Ende bekommst.
Praktisch heißt das: Wer einen starken Testwert erwartet, setzt Unis mit hoher Testgewichtung nach vorn und nimmt mindestens zwei Standorte mit einer testbasierten ZEQ dazu. Wie du diese Reihenfolge sauber aufbaust, liest du in Hochschulstart Priorisierung. Sobald die ersten TMSnat-Satzungen veröffentlicht sind, ergänzen wir hier die konkrete Gewichtungstabelle je Uni.
Was heißt das für deine Bewerbung 2027?
Der Test wird wichtiger, nicht unwichtiger. Wenn ein Ergebnis an allen staatlichen Unis zählt, schreiben mehr Menschen den Test und die Konkurrenz steigt. Gleichzeitig wächst dein Hebel: Ein starkes Ergebnis wirkt dann an jedem Standort, statt nur an den Unis mit hoher TMS-Gewichtung.
Zwei Dinge kannst du jetzt schon tun. Erstens: früh mit der Vorbereitung anfangen, weil der neue Wissensteil Lernzeit braucht, die reine Strategiearbeit nicht ersetzt. Zweitens: prüfen, ob du eine anerkannte Ausbildung oder einen Dienst mitbringst, denn in der ZEQ zählt diese Kombination doppelt. Mehr dazu in TMSnat mit Ausbildung. Was sich am Auswahlverfahren insgesamt ändert, liest du in Auswahlkriterien Medizin 2027.
Wenn du schon 2026 bewerbungsfähig sein willst, bleibt der TMS im Herbst 2026 der letzte Durchgang im bekannten Format. Wie du dich darauf vorbereitest, steht in TMS Vorbereitung, für den neuen Test findest du den passenden Fahrplan im TMSnat Lernplan.
Voraussichtlich an allen staatlichen Universitäten mit Medizin, Zahnmedizin und Tiermedizin, ab Wintersemester 2027/28. Private Universitäten können weiterhin eigene Auswahltests nutzen.
Das legen die Uni-Satzungen fest, die für den TMSnat noch nicht veröffentlicht sind. Als Orientierung dienen die heutigen TMS-Gewichtungen von 5 bis 100 % im AdH.
Greifswald, Bochum, Rostock, Düsseldorf, Bielefeld, Bonn und Köln. Wie diese Quoten den TMSnat behandeln, ergibt sich erst aus den neuen Satzungen.
Nein. Der TMSnat löst TMS und HAM-Nat ab und ersetzt beide Tests im Auswahlverfahren.
Dein Fahrplan ins Medizinstudium.
Mit der richtigen Vorbereitung wird der TMS zur Chance – nicht zum Hindernis. Wir zeigen dir, wie du sie nutzt.