TMS Standardwert: was deine Zahl wirklich heißt
Was der TMS Standardwert genau ist, wie er entsteht und was 100, 105, 110 und 115 in Prozent für deine Bewerbung bedeuten.
Der TMS Standardwert ist die Zahl, die über deine Bewerbung entscheidet, nicht deine Rohpunktzahl. Er steht direkt neben Prozentrang und Punktzahl auf deiner Auswertung, aber die meisten Unis rechnen fast ausschließlich mit ihm. Hier siehst du, wie er entsteht, was 100, 105, 110 und 115 in Prozent bedeuten und ab wann ein Wert richtig gut ist.
Das Wichtigste in Kürze
- Der TMS Standardwert ist so gebaut, dass 100 dem Durchschnitt entspricht.
- 10 Punkte Abstand sind eine Standardabweichung: Ein Standardwert von 110 heißt Top 16 %.
- 105 entspricht Prozentrang 69, 110 entspricht 84, 115 liegt bei 93 bis 96 und 120 bei 98 bis 100.
- Für die Bewerbung ist fast überall der Standardwert die Währung, nicht deine Rohpunktzahl.
- Ab etwa 110 werden die Unis realistisch, die den TMS stark werten.
Was ist der TMS Standardwert?
Der TMS Standardwert rechnet dein Testergebnis so um, dass der Durchschnitt aller Teilnehmenden deines Termins bei 100 liegt. Zehn Punkte Abstand entsprechen dabei einer Standardabweichung. Ein Standardwert von 100 heißt also: Du warst besser als 50 % der Leute, die an deinem Termin geschrieben haben.
Es gibt den Standardwert, weil sich Termine sonst nicht fair vergleichen ließen. Fragen und Tagesform unterscheiden sich von Termin zu Termin, eine rohe Punktzahl allein sagt deshalb wenig über deine tatsächliche Leistung aus. Der Standardwert gleicht diese Unterschiede aus und macht Herbst- und Frühjahrstermine erst gegeneinander vergleichbar, egal wie schwer die Aufgaben an genau diesem Tag waren.
Ein Beispiel macht das greifbar: Schreiben an deinem Termin besonders viele Teilnehmende ein starkes Ergebnis, brauchst du mehr richtige Antworten für denselben Standardwert als an einem Termin mit im Schnitt schwächeren Ergebnissen. Deine Rohpunktzahl allein sagt dir das nicht, der Standardwert schon.
Diese Skala gilt für den klassischen TMS. Ob der neue TMSnat ab Frühjahr 2027 dieselbe Normierung übernimmt, ist laut tms-info.org noch nicht abschließend geklärt.
TMS Standardwert in Prozent: die komplette Umrechnungstabelle
105 entspricht einem Prozentrang von etwa 69, 110 liegt bei 84, 115 zwischen 93 und 96 und 120 zwischen 98 und 100. Die komplette Umrechnung von 70 bis 130 zeigt dir die Tabelle unten, damit du jeden Wert direkt einordnen kannst.
Diese Zuordnung schwankt von Jahrgang zu Jahrgang leicht, weil sie sich immer auf die tatsächliche Verteilung deines Termins bezieht. Als Orientierung ist sie trotzdem zuverlässig.
| Standardwert | Prozentrang (ca.) |
|---|---|
| 70 | 0 % |
| 72 | 0 % |
| 74 | 0 % |
| 76 | 1 % |
| 78 | 1 % |
| 80 | 2 % |
| 82 | 4 % |
| 84 | 5 % |
| 86 | 8 % |
| 88 | 12 % |
| 90 | 16 % |
| 92 | 21 % |
| 94 | 27 % |
| 96 | 34 % |
| 98 | 42 % |
| 100 | 50 % |
| 101 | 54 % |
| 102 | 58 % |
| 103 | 62 % |
| 104 | 66 % |
| 105 | 69 % |
| 106 | 73 % |
| 107 | 76 % |
| 108 | 79 % |
| 109 | 82 % |
| 110 | 84 % |
| 111 | 86 % |
| 112 | 88 % |
| 113 | 90 % |
| 114 | 92 % |
| 115 | 93 % |
| 116 | 95 % |
| 117 | 96 % |
| 118 | 96 % |
| 119 | 97 % |
| 120 | 98 % |
| 122 | 99 % |
| 124 | 99 % |
| 126 | 100 % |
| 128 | 100 % |
| 130 | 100 % |
Am unteren und oberen Rand rundet die Tabelle auf 0 % beziehungsweise 100 %. Real ist niemand exakt bei null oder hundert Prozent, aber ab einem Standardwert von etwa 126 liegst du praktisch im Spitzenfeld deines Termins.
Standardwert oder Prozentrang: was ist der Unterschied?
Standardwert und Prozentrang beschreiben dieselbe Leistung nur in unterschiedlicher Sprache. Der Standardwert bewegt sich meist zwischen 70 und 130 und ist die Zahl für deine Bewerbung, der Prozentrang zeigt dir direkt, wie viel Prozent der Teilnehmenden du hinter dir gelassen hast.
Wie der Prozentrang genau berechnet wird und was ihn im Detail vom Standardwert unterscheidet, liest du in TMS Prozentrang.
Ab wann ist ein TMS Standardwert gut?
Ein TMS Standardwert von 110 gilt als richtig gut, das entspricht einem Prozentrang von 84 und damit den besten 16 % deines Termins. Schon ab 105, also überdurchschnittlich, kommen erste TMS-starke Unis in Reichweite.
Eine feste Grenze gibt es nicht, weil jede Uni den TMS unterschiedlich gewichtet. Ab einem Standardwert von etwa 110 werden die Unis realistisch, die den TMS besonders stark werten. Ein Wert um 105 ist bereits deutlich überdurchschnittlich und kann je nach Abitur und Uni schon reichen.
Für deine eigene Einordnung zählt vor allem der Trend: Steigt dein Standardwert von einem Übungsdurchlauf zum nächsten, bist du auf dem richtigen Weg. Das gilt unabhängig davon, welche exakte Zahl am Ende auf deiner Auswertung steht.
Welchen Standardwert brauchst du für welche Uni?
Welcher Standardwert reicht, hängt von der Quote ab. In der ZEQ zählt dein Abitur nicht, dort gewichten manche Unis den TMS zu 100 %. Im AdH fließt der TMS meist mit 30 bis 60 % ein, dein Abitur zählt zusätzlich mit.
Die ZEQ ist komplett unabhängig vom Abitur, aber nicht automatisch gleichbedeutend mit dem TMS. Nur an einem Teil der Unis zählt dort ausschließlich der TMS, aktuell sind das Bielefeld, Greifswald, Bochum, Rostock, Düsseldorf, Bonn und Köln. An anderen Unis führen in der ZEQ vor allem Ausbildung oder Berufserfahrung. Im AdH gewichten viele Unis den TMS mit 30 bis 60 %, dazu kommt dein Abitur. Welche Uni deinen Standardwert wie stark einrechnet und was das für deine Bewerbung heißt, liest du in TMS Zulassungschancen und in unserer Übersicht TMS Unis.
Wo du deinen Standardwert findest und einträgst
Deinen Standardwert findest du in deinem hochschulstart-Account, sobald die Ergebnisse online sind. Für die Bewerbung musst du ihn danach selbst in dein Bewerbungsportal eintragen, sonst zählt er bei der Vergabe nicht mit.
Wie du dein Ergebnis abrufst und was du danach tust, steht in TMS Ergebnis abrufen. Musst du deinen Standardwert nachträglich eintragen, weil dein Antrag schon läuft, findest du die Schritt-für-Schritt-Anleitung in TMS Ergebnis nachreichen.
Deinen Standardwert vor dem Testtag einschätzen
Du musst nicht bis zum Testtag warten, um deinen ungefähren Standardwert einzuschätzen. In der TMS App bekommst du nach jeder Übungseinheit einen Prozentrang, den du direkt mit der Tabelle oben in einen Standardwert umrechnen kannst.
So siehst du früh, wo du stehst. Damit kannst du gezielt an den Untertests arbeiten, die noch am meisten bringen. Besonders hilfreich ist das bei den Untertests, in denen du aktuell am meisten Punkte liegen lässt: Ein niedriger Prozentrang in der Übung heißt nicht, dass du am Testtag genauso abschneidest, er zeigt dir aber zuverlässig, wo noch Luft nach oben ist. Die kostenlose TMS App gibt es für iOS und Android.
Fazit
Der TMS Standardwert ist die Zahl, mit der Unis tatsächlich rechnen. Merk dir die Fixpunkte: 100 ist der Durchschnitt, 110 bedeutet Top 16 %. Ab einem Standardwert von etwa 110 werden die TMS-starken Unis realistisch. Willst du deinen Standardwert gezielt nach oben schieben, findest du alles dafür in unserer TMS Vorbereitung.
Der TMS Standardwert ordnet dein Ergebnis in deinen Testtermin ein. Der Durchschnitt liegt bei 100, zehn Punkte Abstand entsprechen einer Standardabweichung. Für die Bewerbung ist er die Zahl, mit der die meisten Unis tatsächlich rechnen, nicht deine Rohpunktzahl.
Ja, ein Standardwert von 110 ist richtig gut. Das entspricht einem Prozentrang von 84, du liegst also besser als 84 % der Teilnehmenden deines Termins. Ab diesem Wert werden die meisten Unis realistisch, die den TMS stark werten.
105 im TMS entspricht einem Prozentrang von etwa 69. Du warst damit besser als 69 % der Teilnehmenden deines Termins, das liegt bereits deutlich über dem Durchschnitt.
110 im TMS entspricht einem Prozentrang von etwa 84. Damit gehörst du zu den besten 16 % deines Termins.
Standardwert und Prozentrang beschreiben dieselbe Leistung nur anders. Der Standardwert bewegt sich meist zwischen 70 und 130 und ist die Zahl für die Bewerbung, der Prozentrang zeigt dir direkt, wie viel Prozent der Teilnehmenden du hinter dir gelassen hast.
Eine feste Grenze gibt es nicht, weil jede Uni den TMS unterschiedlich gewichtet. Ab einem Standardwert von etwa 110 werden die Unis realistisch, die den TMS stark werten, ein Wert um 105 kann je nach Abitur und Uni schon reichen. Genaueres findest du in TMS Zulassungschancen.
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