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Figuren lernen Übungen: Merktechniken für den TMS

Figuren lernen Übungen: Merktechniken und Zeitbudget-Training für den TMS
Figuren lernen Übungen mit Ankerpunkt-Methode und Zeitbudget-Training für den TMS.
TMS Vorbereitung 7 Min Lesezeit
Kevin Kumar
Kevin Kumar

Figuren lernen Übungen mit drei Merktechniken: Ankerpunkt-Methode, Verbalisierung und Zeitbudget-Training. Deine letzte Chance vor dem TMSnat.

Figuren lernen Übungen bringen dir am meisten, wenn sie die Merktechnik dahinter trainieren. Reine Aufgaben allein reichen nicht. Der Untertest ist kein Wissenstest, du verbesserst ihn nur mit der richtigen Strategie und viel gezieltem Training. Hier findest du drei Merktechniken mit Trainingsdrills zum Mitmachen: die Ankerpunkt-Methode, eine Verbalisierungstechnik und ein Training an sehr ähnlichen Figuren. Genau dieser Fall machte im Frühjahr 2026 vielen Teilnehmer:innen zu schaffen. Dazu trainierst du dein Zeitbudget für Einpräge- und Reproduktionsphase.

Das Wichtigste in Kürze

  • Drei Merktechniken für deine Figuren lernen Übungen: Ankerpunkt-Methode, Verbalisierung und Training an ähnlichen Figuren.
  • Im TMS hast du 4 Minuten zum Einprägen und 5 Minuten für die Reproduktion von 20 Figuren.
  • Im Frühjahr 2026 war die Reproduktion an einem Testtag besonders schwer, weil sich viele Figuren kaum unterschieden.
  • Figuren lernen entfällt im neuen TMSnat, der Herbst-TMS 2026 ist damit eine deiner letzten Chancen.

So läuft der Untertest Figuren lernen ab

Im Untertest Figuren lernen prägst du dir 20 abstrakte Figuren mit je einem schwarz markierten Feld in 4 Minuten ein. Nach rund einer Stunde mit anderen Aufgaben rufst du in 5 Minuten ab, welches Feld geschwärzt war. Pro richtiger Figur gibt es einen Punkt, insgesamt sind also 20 Punkte möglich. Alle Figuren lernen Übungen weiter unten setzen genau an diesem Ablauf an.

Den vollständigen Aufbau samt Punktevergabe und den Grundstrategien Chunking und Visualisierung findest du in Figuren lernen im TMS. Hier geht es um die konkreten Trainingsdrills, mit denen du diese Strategien direkt einübst.

Warum der Herbst-TMS 2026 eine deiner letzten Chancen ist

Figuren lernen entfällt im neuen TMSnat ab Frühjahr 2027 vollständig, genauso wie Muster zuordnen und Schlauchfiguren. Wer den Herbst-TMS am 07./08. November 2026 schreibt, gehört zu den letzten Jahrgängen, die überhaupt noch in diesem Untertest punkten können.

Der offizielle Aufbau des TMSnat, den tms-info.org veröffentlicht hat, listet Figuren lernen unter den drei gestrichenen Untertests. Alle Unterschiede zwischen beiden Formaten stehen in TMSnat vs. TMS und im TMSnat Aufbau 2027. Wer für den Herbst-TMS 2026 bereits angemeldet ist, sollte diesen Untertest deshalb gezielt trainieren statt ihn als Nebensache zu behandeln.

Merktechnik 1: Die Ankerpunkt-Methode

Bei der Ankerpunkt-Methode reduzierst du jede Figur auf eine feste Position, statt dir die ganze Form zu merken. Du legst für jede Grundform fünf feste Ankerpunkte fest: oben, rechts, unten, links und Mitte. Du merkst dir nur, an welchem Ankerpunkt das schwarze Feld sitzt.

So übst du es: Stell dir für die folgenden sechs Figuren dieselben fünf Ankerpunkte vor. Sie lauten oben (A), rechts (B), unten (C), links (D) und Mitte (E). Lies die Liste einmal in 50 Sekunden durch. Das entspricht dem Testtempo von rund 8 Sekunden pro Figur. Präg dir dabei nur die Buchstabenkombination pro Figur ein.

  1. Kreuzform, schwarz: A (oben)
  2. Dreieck, schwarz: C (unten)
  3. Raute, schwarz: E (Mitte)
  4. Kreisring, schwarz: D (links)
  5. Sternform, schwarz: B (rechts)
  6. Rechteck, schwarz: A (oben)

Deck die Liste danach ab und mach für zwei bis drei Minuten eine andere Aufgabe, zum Beispiel ein kurzes MedNat- oder Quanti-Set. Schreib anschließend aus dem Gedächtnis auf, welcher Ankerpunkt zu welcher Grundform gehörte. Je öfter du diese sechs Figuren mit neuen Zuordnungen wiederholst, desto automatischer wird die Zuordnung von Form zu Ankerpunkt. Die komplette Figur musst du dir dafür nicht mehr visuell merken.

Merktechnik 2: Verbalisierung statt reinem Anschauen

Bei der Verbalisierungstechnik gibst du jeder Figur einen kurzen, ruhig auch absurden Satz, der Form und Position des schwarzen Feldes verbindet. Diese Eselsbrücke hält länger im Gedächtnis als ein reines Bild, weil du sie dir aktiv erarbeitest, statt sie nur anzusehen.

Genau diesen Ansatz bestätigt auch unsere Auswertung des Frühjahrs 2026: Teilnehmer:innen mit starken, bewusst absurden Assoziationen kamen deutlich besser durch die Reproduktion. Mehr Community-Tipps dazu liest du in Figuren lernen Frühjahr 2026.

So übst du es: Nimm die sechs Figuren von oben noch einmal und erfinde zu jeder einen Ein-Satz-Merksatz, der Grundform und Ankerpunkt verbindet. Zum Beispiel „Das Kreuz zeigt nach oben zur Sonne" für Figur 1 oder „Der Kreisring rollt nach links weg" für Figur 4. Je verrückter das Bild, desto besser hält es. Nimm dabei immer den ersten Einfall, nicht den perfektesten Satz. In der Einprägephase ist dafür keine Zeit. Der erste Gedanke sitzt in der Reproduktion meist genauso fest wie der zehnte.

Merktechnik 3: Positionscodierung bei sehr ähnlichen Figuren

Wenn sich mehrere Figuren äußerlich fast gleichen, wie im Frühjahr 2026 an einem der beiden Testtage, hilft dir keine Gesamtform-Erinnerung mehr weiter. Dann codierst du ausschließlich die relative Position des schwarzen Feldes und blendest die äußere Form bewusst aus.

So übst du es: Stell dir zwei fast identische Grundformen vor, beide ein Kreuz mit den fünf Feldern oben, rechts, unten, links und Mitte. Bei Figur A ist das Feld rechts geschwärzt, bei Figur B das Feld unten, sonst sehen beide Figuren gleich aus. Bilde für jede Figur einen Kurz-Satz, der ausschließlich die Position nennt, nicht die Form. Zum Beispiel „A wie Auto rechts ranfahren" oder „B wie Ball fällt runter". Wiederhole das Prinzip mit drei bis vier weiteren Paaren fast identischer Figuren, bei denen sich jeweils nur ein Feld unterscheidet.

Am Testtag hilft dir genau diese Technik dort, wo die Community 2026 am meisten Punkte verlor: bei geringer Innenlinienvarianz und kaum unterscheidbaren Grundformen.

Zeitbudget trainieren: Tempo für Einprägen und Reproduktion

Im TMS hast du 4 Minuten für 20 Figuren beim Einprägen, das sind rund 12 Sekunden pro Figur. Für die Reproduktion bleiben dir 5 Minuten, also etwa 15 Sekunden pro Figur. Trainierst du ohne Zeitdruck, gewöhnst du dir ein Tempo an, das am Testtag nicht mehr reicht.

So übst du es: Stell einen Timer auf 4 Minuten. Präge dir in dieser Zeit 20 Figuren ein, egal ob aus einem Buch, der App oder eigenen Notizen. Leg danach bewusst eine Pause von 45 bis 60 Minuten ein und mach in dieser Zeit etwas anderes, zum Beispiel ein Textverständnis- oder Fakten-lernen-Set. Stell für die Reproduktion einen zweiten Timer auf 5 Minuten und schreib in dieser Zeit alle 20 Zuordnungen auf. Diesen kompletten Ablauf inklusive der echten Pause dazwischen bildet auch der Phasen-Timer der tmsbuddies App nach. Mehr dazu liest du in Figuren und Fakten lernen.

Mehr Figuren lernen Übungen: so trainierst du weiter

Diese drei Figuren lernen Übungen zeigen dir das Prinzip, für echte Sicherheit am Testtag brauchst du Wiederholung mit testnahem Material. Genau das bekommst du im Figuren lernen Buch: 20 testnahe Sets mit Figuren und Abständen wie im echten TMS, inklusive kostenloser Musterlösung auf unserer Lernplattform.

In der kostenlosen TMS App übst du Figuren lernen mit demselben Phasen-Timer wie im echten Test. Nach jeder Übungseinheit bekommst du deinen Prozentrang, also die Einordnung, wie du im Vergleich zur Community abgeschnitten hast. Weitere Aufgabentypen aus allen Untertests zeigt dir Medizinertest Beispiel.

Was sind gute Figuren lernen Übungen?

Gute Figuren lernen Übungen trainieren vor allem die Merktechnik dahinter, zum Beispiel die Ankerpunkt-Methode, Verbalisierung und ein realistisches Zeitbudget für Einpräge- und Reproduktionsphase.

Wie viel Zeit habe ich beim Figuren lernen?

Im TMS hast du 4 Minuten, um dir 20 Figuren einzuprägen. Für die Reproduktion bleiben dir danach 5 Minuten. Das sind etwa 12 Sekunden pro Figur beim Einprägen und 15 Sekunden beim Abrufen.

Warum war Figuren lernen im Frühjahr 2026 so schwer?

An einem der beiden Testtage gab es nur wenige Grundformen mit sehr ähnlichem Innenleben, sodass sich die Figuren in der Reproduktion kaum unterscheiden ließen. Genau diesen Fall trainiert die Positionscodierung oben.

Kommt Figuren lernen auch im neuen TMSnat vor?

Nein. Figuren lernen entfällt im TMSnat ab Frühjahr 2027 ersatzlos, genauso wie Muster zuordnen und Schlauchfiguren. Der Herbst-TMS 2026 gehört damit zu den letzten Gelegenheiten, in diesem Untertest zu punkten.

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