TMS nicht schreiben? Warum du den Herbst 2026 trotzdem mitnehmen solltest
TMS nicht schreiben und auf den TMSnat warten? Für die meisten ist das ein Fehler. Wir zeigen dir, wann der Herbst 2026 deine letzte Chance ist.
TMS nicht schreiben und auf den neuen TMSnat 2027 warten? Das klingt entspannt, ist aber für die meisten Bewerber:innen ein teurer Fehler. Der Herbst-TMS 2026 ist der allerletzte Durchgang im klassischen Format, also ohne Naturwissenschafts-Pauken. Wer ihn auslässt, verschenkt eine Extra-Chance und einen Test, für den es jahrelang erprobte Strategien gibt. In diesem Artikel zeigen wir dir, wann du den TMS nicht schreiben musst und wann der Herbst trotzdem dein bester Hebel ist.
TMS nicht schreiben: Die kurze Antwort
Für 90 % der Leser:innen lautet unsere Empfehlung: Schreibe den TMS Herbst 2026. Du nimmst eine zusätzliche Chance im bekannten Format mit, sparst dir das Lernen von Bio, Chemie und Physik, und dein Ergebnis gilt regulär bis Sommersemester 2028. Erst danach wird es kritisch, falls du es bis dahin nicht in den Studienplatz geschafft hast.
Es gibt aber drei Konstellationen, in denen es vernünftig ist, den TMS nicht zu schreiben und stattdessen direkt auf den TMSnat zu setzen. Die siehst du unten im Entscheidungsbaum.
Was sich 2027 ändert und warum das den Herbst 2026 so wertvoll macht
Ab Frühjahr 2027 ersetzt der neue TMSnat den klassischen TMS und gleichzeitig den HAM-Nat. Der wichtigste Unterschied: Der TMSnat enthält 40 Aufgaben aus Biologie, Chemie, Physik und Mathematik, also direkt abgefragtes Schulwissen. Drei klassische Untertests fallen weg (Muster zuordnen, Schlauchfiguren, Figuren lernen), arithmetisches Problemlösen kommt neu dazu. Alle Details findest du in unserem Vergleich TMSnat vs. TMS: Die 5 wichtigsten Unterschiede.
Für die Frage „TMS nicht schreiben?" sind drei Punkte entscheidend:
- Kein Wissensteil im klassischen TMS: Der Herbst 2026 ist der letzte Medizinertest ohne Naturwissenschafts-Abfrage. Wenn du dir das Pauken sparen willst, ist das deine letzte Gelegenheit.
- Übergangsregelung: Alte TMS-Ergebnisse zählen offiziell bis Sommersemester 2027. Für WS 2027/28 und SS 2028 läuft eine Übergangsphase, in der die Unis weiterhin den klassischen TMS anerkennen. Ab WS 2028/29 zählt voraussichtlich nur noch der TMSnat.
- Extra-Versuch geschenkt: Der TMSnat darf ab 2027 beliebig oft wiederholt werden, auch von Leuten, die den alten TMS schon zweimal geschrieben haben. Schreibst du also den Herbst 2026, nutzt du ein bekanntes Format als zusätzliche Chance und hast danach trotzdem noch unbegrenzte Versuche im TMSnat.
Wer den TMS Herbst 2026 unbedingt schreiben sollte
Es gibt klare Profile, bei denen wir den Herbst-Termin sehr deutlich empfehlen.
Du hast Abi 2025 oder 2026 gemacht
Wenn du gerade Abi geschrieben hast oder mitten im Überbrückungsjahr bist, passt der Herbst-Termin zeitlich optimal. Du bekommst dein Ergebnis im Dezember 2026 und kannst dich entspannt fürs SS 2027 oder WS 2027/28 bewerben.
Deine TMS-Vorbereitung läuft bereits
Wer schon mit dem Lernen angefangen hat, etwa mit unseren Bootcamps oder einem Lernplan, sollte diese Investition nicht wegwerfen. Die Kernuntertests (MedNat, Textverständnis, Quantitative und formale Probleme, Diagramme und Tabellen, Fakten lernen) bleiben im TMSnat erhalten. Was du jetzt lernst, zahlt also doppelt ein.
Du willst keine Naturwissenschaften pauken
Der klassische TMS ist ein reiner Kompetenztest. Es gibt kein Bio-Buch, das du durcharbeiten musst. Ab 2027 wird genau das anders. Wer im Bio-, Chemie- oder Physik-Unterricht eher gelitten hat, sollte den Herbst 2026 als Geschenk betrachten.
Du hast ein schwaches Abi
Bei einem Schnitt zwischen 2,0 und 2,8 ist der TMS dein größter Hebel, weil die ZEQ das Abitur gar nicht wertet und viele Unis im AdH bis zu 100 % TMS gewichten. Mehr dazu im Artikel Medizin trotz schlechtem Abitur. Den Herbst auszulassen heißt hier konkret: ein halbes Jahr Bewerbungsverzug riskieren.
Wann du den TMS nicht schreiben musst
Es gibt drei Konstellationen, in denen das Warten auf den TMSnat 2027 vertretbar ist.
1. Du hast bereits zwei TMS-Versuche hinter dir
Wer den klassischen TMS schon zweimal geschrieben hat, darf sich für den Herbst 2026 gar nicht mehr anmelden. In dem Fall ist die Frage „TMS nicht schreiben?" für dich beantwortet: Du wartest auf den TMSnat im Frühjahr 2027, der dir einen kompletten Neustart ermöglicht.
2. Du planst einen späten Studienstart (ab WS 2028/29)
Wenn du sowieso erst ab Wintersemester 2028/29 oder später anfangen willst, etwa wegen eines langen FSJ, Auslandsjahres oder einer Ausbildung, läuft die Übergangsregelung für deine Bewerbung möglicherweise schon aus. Dann lohnt es sich, direkt auf den TMSnat zu setzen, statt jetzt einen Test zu schreiben, der bis dahin verfallen kann.
3. Du bist stark in Naturwissenschaften und schwach in räumlichem Denken
Ein kleiner, aber ehrlicher Punkt: Wer in Schlauchfiguren und Muster zuordnen seit Jahren keinen Fuß auf den Boden bekommt und gleichzeitig in Bio, Chemie und Physik glänzt, kann beim TMSnat im Schnitt mehr Punkte holen. Drei Untertests fallen weg, in denen du Punkte verlierst, und ein Wissensteil kommt dazu, in dem du stark bist. Das ist aber die Ausnahme, kein Standardfall. (Und falls du in Schlauchfiguren oder Muster zuordnen noch unsicher bist: Unsere Daten zeigen, dass sich diese Untertests mit der richtigen Methode deutlich verbessern lassen – schau dir unsere TMS-Vorbereitung an.)
Entscheidungsbaum: TMS Herbst 2026 oder warten?
| Deine Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Abi 2025/2026, Vorbereitung läuft | Schreiben. Letzte Chance ohne NaWi-Wissen. |
| Schwaches Abi (2,0–2,8), Studienstart ≤ WS 2027/28 | Schreiben. TMS ist dein größter Hebel. |
| Erstteilnehmer ohne große NaWi-Allergie | Schreiben. Extra-Versuch geschenkt. |
| 2 alte TMS-Versuche bereits absolviert | Nicht möglich. Direkt TMSnat 2027. |
| Studienstart erst ab WS 2028/29 | Warten auf TMSnat 2027. |
| Sehr starke NaWi-Schiene, schwach im Räumlichen | Warten kann sinnvoll sein. |
Was passiert mit deinem TMS-Ergebnis nach 2027?
Eine sorge, die wir oft hören: „Wenn ich jetzt schreibe und der TMSnat kommt, ist mein Ergebnis dann nichts mehr wert?" Kurze Antwort: Doch dein TMS zählt noch.
- SS 2027: Klassischer TMS gilt regulär.
- WS 2027/28 und SS 2028: Offizielle Übergangsphase. Universitäten erkennen weiterhin alte TMS-Ergebnisse an. Wie genau gewichtet wird, entscheidet jede Uni für sich.
- Ab WS 2028/29: Voraussichtlich nur noch TMSnat.
Du darfst zudem ab 2027 zusätzlich den TMSnat schreiben, auch wenn du den klassischen TMS bereits absolviert hast. Du verbaust dir also nichts.
Wenn du dich für den Herbst entscheidest, geht es im nächsten Schritt um Fristen, Phasen und Anmeldung. Alle Termine und unsere Strategie-Tipps findest du im Guide TMS Herbst 2026: Anmeldung, Fristen & Strategie.
Häufige Fragen rund um „TMS nicht schreiben"
Ja. Dein Ergebnis gilt regulär bis Sommersemester 2027 und durch die Übergangsregelung sogar bis Sommersemester 2028. Außerdem nimmst du eine Extra-Chance im bekannten Format mit. Mehr dazu im Vergleich TMSnat vs. TMS.
Ja. Ab 2027 dürfen alle am TMSnat teilnehmen, auch wenn sie den alten TMS schon geschrieben haben. Du verbaust dir mit dem Herbst-Versuch also nichts.
Dann hast du ab 2027 durch den TMSnat unbegrenzt viele weitere Versuche. Jeder Versuch kostet 100 Euro. Ein schwacher Herbst-Versuch sperrt dich nicht für den TMSnat.
SS 2027 läuft regulär, WS 2027/28 und SS 2028 sind offizielle Übergangsphase, ab WS 2028/29 zählt voraussichtlich nur noch der TMSnat. Wie stark einzelne Unis alte Ergebnisse gewichten, regelt jede Uni eigenständig.
Im Zweifel schreiben. Du nimmst einen Versuch im bekannten Format mit, sparst dir das Naturwissenschafts-Pauken und hast trotzdem ab 2027 alle Optionen offen. Den Herbst auszulassen ist nur in den drei oben genannten Sonderfällen sinnvoll.
Offizielle Infos zu Teilnahmegruppen und Anmeldephasen findest du auf tms-info.org.
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